Schlagwort: baumarten

Kiefer

Kiefer

Kennzeichnung

Kurzzeichen gem. DIN 4076: Kiefer (KI)
Europäschisches Kurzzeichen gem. DIN EN 13556: Kiefer (PNSY, EU), Banks-Kiefer (PNBN, AM), Korsische Kiefer (PNNL, EU), Schwarzkiefer (PNNN, EU), Seekiefer (PNPN, EU), Sibirische Kiefer (PNSB, AS), Weymouth-Kiefer (PNST, EU), Zirbelkiefer (PNCM, EU)

Beschreibung

Die heimische Kiefer, Baum des Jahres 2007, ist mit 24 % Waldanteil (ca. 2,5 Mio. ha) und 21 % des Holzvorrates nach der Fichte die wichtigste Wald- und Wirtschaftsbaumart in Deutschland. Das mäßig schwere Holz bildet mit dem der Schwarzkiefer (P. nigra) und wenigen anderen Kiefern aus Nordamerika (P. resinosa = red pine) und Ostasien (P. densiflora = japanische Rotkiefer) eine fest umrissene Gruppe, die in Gewicht und Eigenschaften zwischen den leichteren soft pines und den schwereren hard pines (beide wichtige Kiefern-Sortimente in Nordamerika) liegt.

Eigenschaft / Farbe / Strucktur

Splint weiß und am Licht vergilbend, bei jüngeren Bäumen oft den größeren Teil des Stammvolumens einnehmend; Kernholz deutlich abgesetzt, gelblich bis rötlichbraun, am Licht stark nachdunkelnd. Durch den regelmäßigen Wechsel zwischen hellem Frühholz und dunklerem Spätholz entstehen auf tangentialen Flächen deutliche Fladern und auf Radialflächen schmale Streifen. Harzkanäle sind auf glatten Querschnitten mit der Lupe gut, auf Längsflächen gerade noch erkennbar. Frisches Holz hat einen stark harzigen Geruch.

Geradfaseriges, mitunter sehr harzreiches Nadelholz mit deutlicher Kernfärbung, durch den Wechsel von hellen Frühholz- zu dunklen Spätholz-Bändern deutlich strukturiert.

Bearbeitung

Die Bearbeitung des Holzes erfordert geringen Kraftaufwand und ergibt besonders glatte Hobelflächen. Beim Sägen, Hobeln, und besonders beim Schleifen harzreicher Qualitäten (rothartes Holz) kann es zu schnellem Verharzen der Werkzeuge und entsprechende Bearbeitungsdefekten kommen. Das Holz ist auch gut messer- und schälbar. Eckverbindunge Nägel und Schrauben sowie Verklebungen halten gut.


Buche

Buche

Buche

Bezeichnung

Kurzzeichen gem. DIN 4076: Buche (BU)
Europäschisches Kurzzeichen gem. DIN EN 13556: Buche (FASY, EU), amerikanische Buche (FAGR, AM), Orientbuche (FAOR, AS)

Beschreibung

Unter den in Deutschland heimischen Laubbäumen leistet die Buche den größten Beitrag zur deutschen Forst- und Holzwirtschaft. Gegenwärtig wächst die Buche auf knapp über 20% der bundesdeutschen Waldfläche und hält einen fast eben so großen Anteil am jährlichen Holzaufkommen. Wie eine Reihe anderer Laubhölzer gemäßigter Klimazonen (z.B. Ahorn, Birke, Erle u.a. erlebt die Buche seit 5 Jahren auf dem heimischen Markt einen kontinuierlichen Aufschwung. Diese Entwicklung ist um so bemerkenswerter, als sie sich vor allem im Ausstattungssektor vollzieht, also in einem Bereich, in dem die Buche traditionell eine eher untergeordnete Bedeutung hatte.Das heimische Aufkommen an Buchenholz wird durch Importe von Rund- und Schnittholz sowie von Fertigprodukten vorwiegend aus Frankreich und Osteuropa ergänzt.

Eigenheiten / Eigenschaften

Von gleichmäßig blaß-gelblicher bis rosa-brauner Farbe, unter Lichteinfluss nur wenig nachdunkelnd; Splint und kern im trockenen Zustand farblich nicht unterschieden (Reifholzbaum); bei älteren Bäumen oft mit fakultativer Kernbildung von rot- bis dunkelbrauner Färbung und unregelmäßiger Form (Rotkern). Gefäße klein und in großer Anzahl annähern gleichmässig über den Querschnitt verteilt, nur im dunkleren Spätholz kleiner und weniger häufig. Holzstrahlen bis 1 mm breit, das Holzbild deutlich beeinflussend durch mehrere mm hohe, rötliche Spindeln auf tangentialen sowie dunkle Spiegel auf radialen flächen. Zuwachszonengrenzen deutlich markiert durch ein schmales und dunkleres Spätholz, das auf tangentialen Flächen eine optische Belebung (Fladerung) der Oberflächen bewirkt. Holz im trockenen Zustand ohne charakterischen Geruch.

Hellfarbiges und strukturell sehr homogenes, gleichmässig schlichtes Holz mit harter und dichter Oberfläche, dessen bild durch die charakteristischen Holzstrahlen belebt wird. Dies gilt für Holz aller Arten der Gattung Fagus, die sich untereinander nicht wesentlich unterscheiden.

Bearbeitung

Buchenholz ist außerordentlich vielseitig einsetzbar: im Innenausbau für Treppen, Vertäfelungen, Parkett sowie für Wohn , Küchen , Büro und strapazierfähige Schulmöbel, wobei Vollholz, Leimholz, Biegeholz (z.B. für die Wiener Kaffeehausstühle von Thonet), Sperrholz und Sperrholzformteile gleichermaßen Verwendung finden. Aus Vollholz werden auch bevorzugt Werkbänke, Werkzeug und Gerätegriffe, Stiele, Haus und Küchengeräte aller Art sowie Spielzeug gefertigt. Messerfurniere aus rotkernigem Buchenholz sind eine sinnvolle Alternative für farbstreifige Laubhölzer (Merkblatt 66) bei der Gestaltung dekorativer Wand und Möbelflächen. Getränkte Buche ist das wichtigste Holz für Gleisschwellen. In Längsrichtung keilgezinkt kann es auch für Weichenschwellen eingesetzt werden. 

Dank seiner guten Imprägnierbarkeit dient Buchenholz für die Herstellung vergüteter Holzwerkstoffe wie Isolier Vollholz und Kunstharz Preßholz. Aus Messer und Schälfurnieren werden Sperr und Schichthölzer gefertigt. Von besonderer Bedeutung ist hier der konstruktive Einsatz in Form von Baufurniersperrholz für den Gehäuse und Fahrzeugbau, als Verbindungselemente (Knotenplatten, Laschen), als Verstärkungselemente bei Brettschichtholz und als Beplankung bzw. Ausstelfung. Weitere wichtige Einsatzgebiete sind die Paletten und Kistenfabrikation sowie die Herstellung von Aktivkohle für medizinische Zwecke. Etwa 40% des gesamten deutschen Buchenholzaufkommens findet als Rohstoff in der Zellstoff und Spanplattenindustrie Verwendung

Ahorn

Ahorn

Kenzeichnung

Kurzzeichen gem. DIN 4076: Ahorn (AH)
Europäschisches Kurzzeichen gem. DIN EN 13556: Bergahorn (ACPS, EU), Feldahorn (ACCM,EU), Spitzahorn (ACPL,EU), Vogelaugenahorn (ACXX, EU), Zuckerahorn (ACSC,EU)

Beschreibung

Die wichtigsten europäischen Vertreter sind der Spitz- und der Bergahorn, wobei der Bergahorn aufgrund seiner gleichmäßigen, hellen Farbe und guter Stammdimensionen die höchste holzwirtschaftliche Relevanz besitzt. Die Verfügbarkeit ist jedoch im Vergleich zu nordamerikanischem Ahorn relativ gering. Für die Möbelindustrie und den hochwertigen Innenausbau werden besonders Hölzer aus der Gruppe der Hard maple nachgefragt und importiert. Die Unterscheidung der Sortimente Hard- und Soft maple wird in der Praxis häufig über die Darrdichte vorgenommen.

Der Ahorn wächst in der Jugend sehr schnell und kann auf guten Standorten Höhen von über 30 m erreichen. Er hat meist recht gerade und zylindrisch ausgeformte Stämme, die bis zu 15 m astfrei sein können. Durchmessern von 60 bis 100 cm. Ein Bergahorn kann bis zu 500 Jahre alt werden. Beim Spitzahorn ist dagegen das Höchstalter schon mit etwa 150 Jahren erreicht. Als Wuchsanomalien können am Stammfuß und an den Wurzelpartien Maserknollen entstehen, insbesondere beim Feldahorn und beim Oregonahorn (Acer macrophyllum) aus Nordamerika (Pazifikküste).

Strucktur / Farbe

Das frisch eingeschnittene Splintholz ist über den gesamten Stammquerschnitt hellgelb bis fast weiß. Ab einem Durchmesser von ca. 30-40 cm kommt es häufig zur Ausbildung eines hellrötlich braunen bis goldbraunen fakultativen Farbkernes (sog. Braunkern). Das besonders helle Holz des Bergahorns vergilbt leicht. Hölzer der Gruppe Hard maple dunkeln hellbräunlich gelb nach, Soft maple hingegen intensiv rötlich oder grau. Oregonahorn weicht mit einer rötlichen Grundfärbung deutlich von den anderen Ahornarten ab. Die Jahrringgrenzen sind durch Einlagerungen farbgebender Inhaltsstoffe und dichteres Fasergewebe abgesetzt. Sie bilden feine Flader auf den tangentialen Flächen und besonders bei Hard maple klar erkennbare dunkel rotbraune Linien auf den Radialflächen. Hard maple besitzt zwei unterschiedliche Größenklassen (Breite und Höhe) der Holzstrahlen, wohingegen die Holzstrahlen der Soft maple eine einheitliche Größe aufweisen. Die Poren sind fein und zerstreut. Der Faserverlauf ist i.d.R. gerade, kann aber auch häufig wellenförmig als Riegelwuchs vorkommen. Der Zuckerahorn kann als besondere Wuchsform maserähnliche Faserabweichungen (sog. Vogelaugen) ausbilden.

Meist helles, feinporiges und homogen strukturiertes Holz mit von der Art abhängigen Dichte- und Farbdifferenzen.

Bearbeitbarkeit

Die Bearbeitung von Ahorn ist in Abhängigkeit von der Dichte leicht bis erschwert und erfordert scharfe Werkzeuge, da es sonst zu Verbrennungen an der Holzoberfläche kommen kann. Faserabweichungen erschweren die Bearbeitbarkeit. Ahorn ist gut messer- und schälbar und lässt sich bei geradfaserigem Wuchs gut biegen. Die Oberflächenbehandlung ist unproblematisch. Um eine helle Farbe zu erhalten, empfiehlt sich die Verwendung UV-stabiler Behandlungsmittel.

Verwendung

Ahorn wird wegen der geringen nat. Dauerhaftigkeit und seines sehr dekorativen Charakters ausschließlich im Innenbereich eingesetzt. Wirkungsvolle Furniere, aber auch Schälfurniere für Sperrholz werden ebenso wie Fußböden, Treppen, Möbel und Musikinstrumente aus Ahornholz gefertigt. Zudem ist es ein beliebtes Schnitz- und Drechselholz.

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